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Jahrelange Zusammenarbeit zwischen Käsespezialist Ziegler und Nagel-Group

Käse aus Leidenschaft

Die Familie Ziegler kümmert sich um die Verarbeitung von Käse und orientiert sich immer an individuellen Kundenwünschen. Die Nagel-Group war von Anfang an als Logistikpartner dabei.

Nino Ziegler, Inhaber und Geschäftsführer des Käsespezialitäten Ziegler

Ein Käsebrötchen an der Tankstelle essen – einfach. Der Prozess dahinter – eher nicht. Woher kommt der Käse, der in der Industrie weiterverarbeitet oder im Food-Service verwendet wird? „Unser Kerngeschäft baut auf drei Säulen: der Industrie, dem Lebensmitteleinzelhandel und den Food Services, sowie Gesellschaftsversorgung. Wir sind unter anderem Hauptlieferant für einen großen Zulieferer. Damit liegt auf fast jedem Käsebrötchen in Deutschland, an Tankstellen oder Autobahnrasthöfen, unser Käse“, sagt Nino Ziegler. Er ist seit 1999 Inhaber und Geschäftsführer der Ziegler Käsespezialitäten GmbH.

Sein Vater gründete das Thüringer Unternehmen vor mehr als 20 Jahren. Die bewegte Geschichte begann als Großhandel für Feinkost und Gastronomie. Im Jahr 1996 entschied sich die Familie, Käse für die Industrie aufzuschneiden und damit das neue Kerngeschäft zu begründen. Abnehmer aus dem Food-Service, der Gesellschaftsversorgung sowie ab 2007 große Handelsketten aus dem Lebensmitteleinzelhandel ließen den Kundenstamm wachsen. 2010 verkaufte Ziegler das Segment Großhandel, um sich auf das starke Wachstum in der Käseproduktion zu konzentrieren.

Produktion des Familienbetriebs beliefert nicht nur den deutschen Markt

Heute arbeiten 50 Mitarbeiter in einem Zwei-Schicht-System im Thüringer Wutha-Farnroda. Jährlich werden 4.500 bis 5.000 Tonnen halbfester und fester Schnittkäse verarbeitet. „Wir fallen oft wahrscheinlich niemandem so richtig auf, weil wir auf keiner Verpackung auftauchen“, sagt Ziegler. Dabei finden sich die Produkte überall wieder: in Cordon Bleus, in Sandwiches, in Hamburgern, Hot-Dogs oder Frischsalaten. Käse mit eigenem Label taucht nur vereinzelt als Spezialität im Supermarkt auf. Ende 2017 soll ein Webshop direkteren Kontakt zum Kunden aufbauen.

Die Produktion des Familienbetriebs beliefert nicht nur den deutschen Markt, sondern auch alle Anrainerstaaten. Über Agenturen werden zudem Skandinavien, Spanien, Ungarn und bald sogar Südafrika versorgt. Jede Region hat dabei verschiedene Geschmackskriterien. „Schon ein Blick auf die Deutschlandkarte zeigt, wie unterschiedlich Geschmacksrichtungen sind: Ein Bergkäse mit intensivem Geschmack verkauft sich fast ausschließlich in Süddeutschland, ein Kümmelkäse nur im Norden und ein geräucherter Gouda ist ein typisches Ostprodukt. Nur die Klassiker Gouda, Edamer, Tilsiter, Butterkäse und Emmentaler werden überall nachgefragt“, sagt Nino Ziegler.

Bei vielen verschiedenen Ansprüchen produziert Ziegler nicht selbst, sondern baut auf eine enge Zusammenarbeit mit den Molkereien: „Wir haben durchaus eigene Rezepturen, die wir an Molkereien weitergeben, aber unsere Spezialität liegt darin, Spezialzuschnitte zu machen.“ Um diese Kompetenz stetig zu verbessern, werden Prozesse in der Weiterverarbeitung genau beobachtet. Das Handling der eigenen Produkte muss optimal sein. Im Food-Service beispielsweise hat Ziegler bestimmte Reifegrade festgelegt, um das Kleben der Scheiben zu minimieren. Solche und alle anderen Wünsche können Kunden über einen Käsekonfigurator an das Unternehmen online herantragen.

Das Unternehmen Ziegler verarbeitet 4.000 bis 5.000 Tonnen halbfesten und festen Schnittkäse pro Jahr.

Trends am Markt: Die Gesundheit rückt in den Mittelpunkt

Die Digitalisierung und die Entwicklung einer Industrie 4.0 gehen auch an der Ziegler Käsespezialitäten GmbH nicht vorbei. Technologisch und strukturell werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt: Die Vertriebskanäle werden digitalisiert, Videotutorials für Endverbraucher stellen Verbraucherhinweise attraktiv dar und Informationen über Allergene und Laktose werden Nicht-Fachleuten online einfach zugänglich gemacht. „Nur eine Scheibe Käse kann ich nicht digitalisieren“, scherzt Ziegler.

Ein weiterer Trend: Die Gesundheit rückt in den Mittelpunkt. Das Ernährungsbewusstsein hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert und nicht-tierische Produkte erfreuen sich starker Nachfrage. Bei Ziegler setzt man auf natürliche Produkte, die höchste Qualitätsstandards erfüllen und diese nicht zuletzt auch über die Verpackung bestätigen. Das Gesamtkonzept soll stimmen und den Endverbraucher sowie Abnehmer in der Industrie, im Lebensmitteleinzelhandel oder Food-Service überzeugen. Innovationen und Produktneuheiten stellen diese Entwicklung unter Beweis. Gerade gesunde Snacks, wie ein klassischer getrockneter Käse ohne Zusätze, sollen sich nach Markteinführung im Januar 2017 großer Beliebtheit erfreuen.

„Die Nagel-Group bietet Kompetenz und ein großes Leistungsspektrum“

Bei immer größeren Mengen geraten die Lagerkapazitäten bei Ziegler an ihre Grenzen. „Wir wollen unser Lager klassisch nur noch als Rohstofflager für die direkte Produktion nutzen und sämtliche Fertigprodukte über die Nagel-Niederlassung Gotha abwickeln. Wir decken jetzt schon den gesamten Lebensmitteleinzelhandel darüber ab und werden in Zukunft auch den Webshop von Nagel logistisch betreuen lassen“, sagt Ziegler. „Für mich ist Logistik nicht das Kerngeschäft, das können andere besser. Da ist Outsourcing das Thema. Und das gebe ich dann an den Besten, der mir in meiner Region zur Verfügung steht.“

Die Nagel-Group ist seit Beginn der Käseproduktion Partner von Ziegler. Im Jahr 2010 wurde die Partnerschaft intensiviert, sodass die Käsespezialisten nun alle selbstbeauftragten Logistikdienstleistungen über Nagel Gotha abwickeln. „Wir schätzen vor allem die persönliche, die menschliche und die räumliche Nähe. Die Nagel-Group bietet Kompetenz und ein großes Leistungsspektrum, die wir in unseren Problemlösungen brauchen. Es gab in den vergangenen Jahren nie ein Problem, das wir nicht in Kooperation lösen konnten“, sagt Ziegler.

Die beiden Unternehmen trennen etwa 20 Minuten Fahrzeit. Der Umgang sei immer sehr familiär und die Mitarbeiter kennen sich. Die hohen Qualitätsstandards sind allen ein wichtiges Anliegen. „Wir sind sicherlich nicht der größte Kunde von Nagel, werden aber als sehr wichtiger Kunde wahrgenommen und auch so behandelt“, sagt Ziegler. Er müsse auf seine Partner vertrauen können, die Trends in der Branche setzen reaktionsschnelle Handlungen voraus: „Der Markt ist so schnelllebig, dass das, was ich heute sage, morgen schon wieder falsch sein kann. Damit müssen wir umgehen und darin liegt die Herausforderung der Zukunft.“

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