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Nagel-Group-Mitarbeiter Kaj Schmidt ruft DocStop Dänemark ins Leben

Schnelle Hilfe für Berufskraftfahrer

Mit Engagement und Herzblut lässt sich viel erreichen: Diese Erfahrung hat Nagel-Group-Mitarbeiter Kaj Schmidt aus Dänemark gemacht. Der Berufskraftfahrer hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das medizinische Netzwerk DocStop nun auch in Dänemark an den Start gegangen ist.

Kaj Schmidt. Foto: www.sikkertrafik.dk

Am Freitag, 19. Mai, ist DocStop Dänemark auf dem Gelände von Nagel Danmark A/S in Padborg offiziell gegründet worden. Der Verein „DocStop für Europäer“ setzt sich dafür ein, die medizinische Unterwegsversorgung von Berufskraftfahrern zu verbessern. „Ich freue mich sehr, dass wir nun auch den Berufskraftfahrern in Dänemark ein Netzwerk anbieten können, auf das sie sich im Krankheitsfall verlassen können“, erklärt Rainer Bernickel, Initiator des Vereins „DocStop für Europäer“.

Dass DocStop jetzt auch in Dänemark präsent ist, ist in erster Linie Kaj Schmidt zu verdanken. Der Mitarbeiter der Nagel-Group hat sich mit viel persönlichem Engagement für die Etablierung der medizinischen Unterwegsversorgung vor Ort eingesetzt. Bei einer Verkehrssicherheitskonferenz in Kopenhagen ist er dafür sogar mit dem Preis „Årets Ildsjæl 2017“ ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand unter anderem in Anwesenheit des dänischen Transportministers Ole Birk Olesen statt.

Auch der Rettungsdienst Falck ist mit an Bord

Bereits seit November 2015 hat Kaj Schmidt sich im offiziellen Auftrag der Nagel-Group damit befasst, die Aktivitäten von DocStop auch in Dänemark ins Leben zu rufen. Zu diesem Zeitpunkt umfasste das Netzwerk in Deutschland bereits 700 Mediziner und Krankenhäuser, die ein Kraftfahrer im unerwarteten Krankheitsfall kurzfristig aufsuchen kann. Ob Zahnschmerzen, Grippe oder Rückenleiden – etwa 400 Lastwagenfahrer nutzen das deutsche Angebot jeden Monat.

„Fast jeder Fahrer ist schon einmal unterwegs krank geworden“, erzählt Kaj Schmidt. Weil aber nur jeder gesunde Fahrer auch ein sicherer Fahrer ist, braucht es im Krankheitsfall schnelle und unkomplizierte Unterstützung. Wo befindet sich der nächste Mediziner? Kann der Betroffene kurzfristig vorbeikommen? Wird er zeitnah behandelt? Gibt es entsprechende Parkmöglichkeiten? Kaj Schmidt ist es gelungen, nicht nur den dänischen Rettungsdienst Falck vom Nutzen seines Projekts überzeugen, sondern auch den Transportverband International Transport Danmark (ITD). KRONE, MAN und Mercedes unterstützen das Projekt „DocStop Dänemark“ ebenfalls.

DocStop plant Netzwerk in Österreich, Polen und den Niederlanden

Die DocStop-Hotline kann zukünftig im Notfall von allen Lkw- und Busfahrern in Dänemark angerufen werden. Der Rettungsdienst Falck steht unter seiner Hotline, Tel. (0045) 79 42 46 44, rund um die Uhr zur Verfügung und kümmert sich auch um die Kontaktaufnahme mit einem Arzt oder Krankenhaus. Außerdem wurden in Dänemark vier Infopoints etabliert, an denen die Fahrer Auskünfte über Mediziner in der Umgebung erhalten. Diese befinden sich in Kopenhagen, Aarhus, Padborg und Esbjerg.

Auf dem Erfolg in Dänemark ruht sich der Verein „DocStop für Europäer“ aber nicht aus. „Wir sind noch lange nicht am Ziel, die medizinische Unterwegsversorgung für Berufskraftfahrer flächendeckend zu verbessern“, erläutert Rainer Bernickel. Vielmehr sind die erfolgreichen Bemühungen in Dänemark Motivation, um sich neben Deutschland auch in anderen Ländern Europas zu etablieren. In Österreich laufen die Bemühungen bereits auf Hochtouren, Polen und die Niederlande hat der Verein ebenfalls in den Blick genommen.

Für Kaj Schmidt hat sich sein persönlicher Einsatz zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Dabei ist ihm der mediale Rummel, den die Preisverleihung auf der Verkehrssicherheitskonferenz und die Eröffnung von DocStop Dänemark mit sich gebracht haben, mittlerweile schon fast ein wenig unangenehm. „Ich setze mich doch nur für eine Sache ein, von der ich überzeugt bin“, betont er. Ihm geht es einfach darum, die Sicherheit seiner Kollegen draußen auf den Straßen zu erhöhen. „Sie sollen sich ganz auf ihren Beruf als Fahrer konzentrieren können und im Krankheitsfall einen Ansprechpartner haben“, sagt er. Dass Kaj Schmidt mit Leib und Seele Berufskraftfahrer ist, zeigte sich auch am Tag der Preisverleihung. Am Abend war er schon wieder auf der Straße unterwegs.

Der Verein „DocStop für Europäer e.V.“

Der Verein „DocStop für Europäer e.V.“ wurde zur besseren medizinischen Unterwegsversorgung für alle Bus- und Berufskraftfahrer auf den transeuropäischen Verkehrswegen gegründet. Als europäisches Pilotprojekt geplant, wollen die Gründer einen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Schaffung eines humanen Arbeitsplatzes für Bus- und Berufskraftfahrer im Transportgewerbe leisten.

www.docstop.eu

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