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Niederlassung Hamburg erweitert Dienstleistungsportfolio

Weltweiter Transport per Containerlogistik

Rund 500 Millionen Menschen in Europa müssen täglich mit Lebensmitteln versorgt werden. Ein Teil dieser Lebensmittel gelangt auf dem Seeweg aus fernen Ländern via Hamburg nach Europa.

Voll beladen läuft das Containerschiff in den Hamburger Hafen ein. 30 Tage Fahrt liegen hinter ihm, seitdem es von China aus in See gestochen ist. Von Hamburg geht die Reise per Lkw oder Bahn weiter zum Kunden in Deutschland oder in ein anderes europäisches Land – gleichgültig ob Kakaoprodukte aus Kolumbien, Süßigkeiten aus China, syrische Spezialitäten aus der Türkei oder Hanföle aus Kanada. Ein weltweites Agentennetz, welches die Hamburger Niederlassung der Nagel-Group derzeit aufbaut, unterstützt den Prozess: „Wir haben beispielsweise einen Agenten in China. Wenn wir Ware aus China importieren, bucht dieser die Seefracht nach dem vorliegenden Kontrakt ein, die Ware wird verschifft und schließlich an die Niederlassung, beispielsweise an Nagel in Bochum, zugestellt“, sagt Arne Runge, Leiter Seehafen Import und Export der Nagel-Group in Hamburg.

Andersherum übernimmt die Nagel- Group in Hamburg diese Dienstleistungen auch für den Export. „Wir verstauen die mit dem Lkw gelieferten Waren der Kunden in Reefercontainer und bereiten diese für den Transport auf See vor. Wir liefern regelmäßig zum Beispiel nach Australien, in den Oman oder die Vereinigten Arabischen Emirate“, sagt Runge. Dabei arbeitet die Niederlassung Hamburg, genauso wie beim Import, mit Reedereien zusammen. Die Niederlassung ist zugelassener Empfänger und Versender. Eine Biozertifizierung erlaubt den Transport von Bio-Produkten und dank der FDA-Registrierung ist die Nagel- Group in Hamburg berechtigt, auch in die USA zu transportieren.

Der Prozess der Verladung ist je nach Kundenvorgabe unterschiedlich: Entweder werden die beladenen Container mit dem Lkw vom Kunden abgeholt und dann verschifft oder die Ware wird mit dem Lkw geliefert und die Container dann in Hamburg beladen. Runge: „Wir packen die Container lose oder bestücken sie mit Paletten, die wir mit entsprechenden Luftsäcken oder Stangen sichern.“ Beim losen Transport sei diese Art der Ladungssicherung nicht notwendig, da die Lebensmittel passgenau gepackt würden, erklärt Runge. „Wir arbeiten für unsere Kunden individuelle Lagepläne aus und stauen dann nach Kundenvorgabe.“

Tamer Sertatas, Arne Runge, Beau Devin Pantel imd Stephan Klatt (v.l.). Es fehlt: Esta Vossberg

Experte bei der Verzollung

Neben dem Im- und Export übernimmt Nagel auch weitere Dienstleistungen wie das Verwiegen der Container nach der SOLAS-Richtlinie. Außerdem unterhält die Niederlassung ein Zolllager für Käse- und Molkereiprodukte. Als Experte bietet die Niederlassung ihren Kunden zudem Unterstützung bei der Verzollung der Waren und der Erstellung aller benötigten Versandpapiere. Zu den Dienstleistungen zählt auch das Vorführen importierter Waren beim Veterinär- oder Pflanzenschutzamt. Gleichzeitig agiert die Niederlassung als zugelassener Verwahrort beim Zollamt Waltershof und zugelassener veterinärrechtlicher Berücksichtigungsort beim Veterinäramt in Hamburg. Sie darf also noch nicht vom Veterinäramt freigegebene Ware einlagern. „Das spart Zeit und Kosten, die ansonsten zulasten der Ware gehen“, erklärt Runge den Kundenvorteil.

Über europäische Grenzen hinweg

„Containerlogistik ist eine ideale Ergänzung zum Angebot der Nagel-Group und zugleich eine gute Möglichkeit, Synergien im Unternehmen zu nutzen“, sagt Runge. So verschifft die Nagel-Group in Hamburg für die Niederlassung Nürnberg Waren nach Island. Für die Niederlassungen Bremen und Wustermark exportiert Nagel Hamburg in die USA, und für den Standort Magdeburg wickelt die Niederlassung Importe ab. Außerdem arbeiten die Mitarbeiter in Hamburg eng mit Nagel Airfreight am Frankfurter Flughafen zusammen.

Headerbild: @dipego - Fotolia.com

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