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Outsourcing – Wagen und gewinnen

Warum Unternehmen ihre Logistik outsourcen

Outsourcing zählt inzwischen zum unternehmerischen Alltag – und hat viele positive Folgen. Hersteller können sich auf ihre Stärken konzentrieren und Profis anderer Branchen bringen ihre Expertise ein, was zur Standardisierung, Kostenvorteilen und Qualitätsverbesserungen führt. Besonders die Logistik bietet viele Chancen.

Die logistische Abwicklung von Warenströmen in eigener Hand erhöht oftmals die Komplexität des eigenen Geschäftsmodells vieler Unternehmen. Erkennen diese Betriebe jedoch, dass ihre Kernkompetenzen dadurch an Kraft verlieren, der Ressourceneinsatz sowie die Managementaufmerksamkeit nicht optimal verteilt sind übergeben sie die logistischen Aufgaben an professionelle, externe Partner.

In der Lebensmittelbranche ist die Nagel-Group dieser professionelle Logistikpartner. Die Kernkompetenz der Nagel-Group ist die Organisation von immer komplexer werdenden Warenströmen zwischen Hersteller, Lieferant und Handel. Mit ihren über die vergangenen Jahrzehnte erworbenen Kompetenzen im Lebensmittellogistikbereich können sämtliche Anforderungen an die Supply Chain aus einer Hand in allen Temperaturzonen bedient werden.

Durch diese Auslagerung können Unternehmen ihren eigenen, oft unverhältnismäßigen Aufwand verringern. Foto: © stanciuc / stock.adobe.com

Ökonomischer und ökologischer Nutzen

Durch diese Auslagerung können Unternehmen ihren eigenen, oft unverhältnismäßigen Aufwand verringern und sparen durch das Outsourcing finanzielle Ressourcen ein. Denn aus fixen werden variable Kosten, langfristige Investitionen in die eigene Logistik wie zum Beispiel Lagerhäuser oder Fahrzeuge, können vollständig entfallen. Dank des Know-hows und der langjährigen Erfahrung des Logistikers erhöht das Unternehmen durch die beständige Kooperation mit einem Logistiker zudem die Qualität seiner Logistikprozesse. Es findet somit sowohl eine Kostensenkung als auch eine Qualitätssteigerung statt.

Neben den ökonomischen Verbesserungen weist das Outsourcing der Logistik auch aus Sicht der Nachhaltigkeit positive Aspekte auf. So sind beispielsweise Sammelguttransporte deutlich umweltschonender als einzelne Transporte von Waren, da sich die Gesamtzahl der Fahrten deutlich reduziert. Externe Logistiker sind aufgrund ihrer Größe zudem deutlich flexibler in ihrem Tagesgeschäft. Sie können ein ungeplant erhöhtes Auftragsvolumen oder einen Spezialauftrag oft ohne zusätzliche Fahrten abwickeln.

Unbegründete Unsicherheit

Die erste Hürde für Unternehmen, die sich mit dem Gedanken Outsourcing beschäftigen, ist jedoch, die eigene innere Unsicherheit zu überwinden. Vor allem kleine und mittlere Betriebe fürchten sich oft davor, möglicherweise die Kontrolle über die eigene Wertschöpfungskette zu verlieren.

Dabei lohnt sich Outsourcing auch für kleine und mittelständische Betriebe, die sich ansonsten eigene Fahrer, Lkw und umfangreiches Knowhow aneignen müssen und dieses ständig weiterentwickeln müssen, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Zu erfolgreicher Logistik gehört nämlich mehr als der reine Versand: Eingangskontrollen, Qualitätssicherung, Einlagerung, Mindestbestandsverwaltung und Retourenmanagement spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Speziell junge Unternehmen müssen sich diese Kenntnisse erst mühsam aneignen, falls sie planen, ihre logistischen Prozesse selbst abzuwickeln. Dies kann gerade in der Anfangsphase des Unternehmens zu ungeahnten Schwierigkeiten führen.

Der Partner ist entscheidend

„Branchenerfahrung ist von Vorteil. Letztlich empfiehlt sich beim Thema Preise und Konditionen fair miteinander zu bleiben. Günstig erzielt eben nur ganz selten günstige Ergebnisse“, sagt Stephan Fricke, Vorstand sowie Vorsitzender des Beirats des Deutschen Outsourcing Verbandes e.V. sowie des Deutschen Process Automation Verbandes.

Laut Fricke durchläuft der Weg hin zur Entscheidung üblicherweise mehrere Schritte: Zunächst erfolgt eine Analyse des internen Aufwands für alle Logistikprozesse und der Definition der Anforderungen auf Kundenseite. Nach diesem Leistungs-Check werden die wichtigsten Ziele und Ansprüche formuliert sowie interne Kompetenzen und Verantwortlichkeiten festgelegt. „Es empfiehlt sich ebenfalls die eigene Organisation und betroffenen Bereiche einer sehr strikten Bewertung zu unterziehen und Optimierungspotenziale zu suchen“, sagt Fricke. Anschließend folgt der wichtigste Schritt: Das Erstellen einer Anforderungsliste für den Dienstleister und das Screening potenzieller Partner.

Denn neben dem Preis und der Qualität des Logistikers, gilt es weitere Faktoren zu beachten – beispielsweise dessen Erfahrung und Business-Netzwerk. Stephan Fricke: „Kunden sollten immer Referenzen abfragen und diese auch überprüfen.“ Es habe sich bewährt, Partner zu wählen mit denen man auf Augenhöhe zusammenarbeiten könne. Verfügt der Dienstleister bereits über ein breites Netzwerk wie die Nagel-Group, profitiert von diesem auch der Kunde. Dieser kann dann weitere Geschäftsbeziehungen und Partnerschaften knüpfen und somit Vorteile über das Outsourcing hinaus erzielen.

Stephan Fricke arbeitete für international tätige Technologie-Forschungsorganisationen, globale Service-Anbieter und Software-Unternehmen. Aktuell fokussiert er sich auf die Kooperationsmöglichkeiten im deutschen Markt für IT- und Business Process Outsourcing sowie für Robotoc Process Automation Services.

Zwei Erfolgsfaktoren

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Unternehmen durch das zielgerichtete Outsourcing ihrer Logistikprozesse einen großen Mehrwert erzielen können. Entscheidend für den Erfolg einer solchen Auslagerung sind jedoch zwei Faktoren: Zum einen bedarf es einer guten Vorausplanung des outsourcenden Unternehmens Dieses muss einen detaillierten Überblick über die eigenen Anforderungen an einen Logistikpartner erstellen und dabei Kosten und Nutzen sorgfältig abwägen und dabei ein aktiver Partner und Gestalter des Outsourcing Prozesses sein.

Zum anderen muss der gewählte Logistikpartner eine hohe Kompetenz besitzen, die sich nicht nur in den internen logistischen Prozessen, sondern auch in der Interaktion mit dem Endkunden wiederspiegelt. Schließlich wird der Dienstleister bei der Lieferung des Produkts zum Gesicht des Unternehmens. Erst wenn ein Logistiker diese beiden Aspekte erfüllt, kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit dauerhaft funktionieren.

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