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Länderreport Dänemark

Lebensmittellogistik im Norden Europas

Design, Gemütlichkeit und Fahrrad fahren – das sind mögliche Assoziationen, die man mit Dänemark verbindet. Gleichzeitig ist Dänemark aber auch ein wichtiger europäischer Verkehrsknotenpunkt – und die Heimat von Nagel Danmark A/S und Nagel Liller A/S.

Dänemark verbindet aufgrund seiner zentralen Lage im Norden Europas das Hauptabsatzgebiet der Europäischen Union in Mitteleuropa mit Skandinavien. Das Land grenzt an die Nord- und Ostsee und an die Meergebiete Skagerrak und Kattegat an, die zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden liegen. Dadurch verfügt es über eine besonders lange Küstenlinie von insgesamt 7.314 Kilometern. Die einzige Landesgrenze trennt Dänemark von Deutschland. Das Land erstreckt sich über eine Fläche von 42.916 Quadratkilometern und ist sehr flach. Die höchste Stelle liegt nur 170 Meter über dem Meeresspiegel. Da auch die Färöer-Inseln sowie Grönland als autonome Gebiete zum dänischen Königreich gehören, gilt Dänemark als interkontinentaler Staat mit etwa 5,7 Millionen Einwohnern.

Seit 1972 regiert Königin Margarethe II. Dänemark. Das Land mit der parlamentarischen Monarchie ist unter anderem Mitglied in der NATO und der Europäischen Union. Allerdings gehört Dänemark nicht der europäischen Währungsunion an, weshalb dort die Dänische Krone als Währung gilt.

Logistik: Knotenpunkt zwischen Europa und Skandinavien

Das dänische Straßennetz umfasst 73.929 Kilometer und ist logistisch und infrastrukturell sehr gut erschlossen. Die Autobahn A7/E45 ist eine der bedeutendsten Handelsrouten, da sie Norddeutschland und Dänemark verbindet. Die Strecke wird etwa für drei Viertel der dänischen Exporte genutzt. Das Schienennetz ergänzt die Straßenverbindungen um 2.414 Kilometer. So verfügt Dänemark über zahlreiche Brücken, die Straßen- und Eisenbahnverkehr kombinieren. Weithin bekannt ist die Öresundbrücke, die Kopenhagen und das schwedische Malmö verbindet. Durch die Ostseeanbindung ist ebenfalls eine wichtige Verbindung zu den baltischen Staaten vorhanden. 15 Containerhäfen realisieren diesen Verkehrsweg.

Prognosen zufolge wird der Logistiksektor wegen der mittel- bis langfristig wachsenden Transit- und Logistikaktivitäten im Ostseeraum kontinuierlich wachsen. Dänemark investiert deswegen weiter in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Geplant ist eine Festverbindung der dänischen Insel Lolland zur deutschen Insel Fehmarn, um den strukturschwachen Südosten wirtschaftlich zu fördern. Dafür soll bis 2021 ein fast 18 Kilometer langer, unter Wasser verlaufender Absenktunnel gebaut werden.

Dänemark: Weltmeister in der Erzeugung von Windenergie

Die Wirtschaft Dänemarks hat sich nach mehreren Jahren der Stagnation wieder erholt. 2016 lag das Bruttoinlandsprodukt laut Weltbank bei etwa 306,14 Milliarden US-Dollar. Der Export ist für die dänische Wirtschaft ein bedeutender Bestandteil. Laut dem Statistischen Bundesamt lagen die Exportzahlen im Jahr 2015 bei etwa 94,4 Milliarden US-Dollar. Durchschnittlich wird so etwa ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes durch Ausfuhren generiert. Die wichtigsten Handelspartner sind dabei Deutschland und Schweden. Zusätzlich wurden, gemäß dem statistischen Bundesamt, im Jahr 2015 Waren im Wert von 85,3 Milliarden US-Dollar importiert.

Dänemark generiert außerdem weltweit den größten Anteil von Windenergie an der Stromerzeugung des gesamten Landes. Laut dem Netzbetreiber Energinet produzierten Windkraftanlagen im Jahr 2015 42,1 Prozent des gesamten Energiebedarfs. Bis 2050 will Dänemark dies noch weiter ausbauen und 50 Prozent der Strom- und Wärmeversorgung durch regenerative Energie abdecken.

Landwirtschaft bestimmt die Lebensmittelindustrie

Neben dem Maschinen- und Anlagenbau, der Pharmaindustrie und der Tourismusbranche ist die Lebensmittelindustrie ein wichtiger Wirtschaftszweig Dänemarks. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Landwirtschaft. Zwei Drittel des Landes werden agrarisch genutzt. Die Landwirtschaft ist hochtechnisiert, den größten Produktionszweig bilden Fleisch und Molkereibetriebe.

Auch in der Lebensmittelindustrie hat der Export einen großen Einfluss. Etwa zwei Drittel der Produkte werden exportiert, besonders der Schweineexport ist bedeutsam. So stammt beispielsweise mehr als die Hälfte des in Großbritannien verzehrten Bacons aus Dänemark. Im Jahr 2015 trug die Landwirtschaft laut dem statistischen Bundesamt etwa 1,1 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Allerdings sind die Beschäftigungszahlen rückläufig. Laut dem nationalen Institut für Statistik von Dänemark waren im Jahr 2016 74.938 Erwerbstätige in der Landwirtschaft beschäftigt.

Nagel Danmark A/S – Internationale Verkehre von und nach Skandinavien

Nagel Danmark A/S hat seinen Hauptsitz in Padborg an der deutsch-dänischen Grenze. Mit mehr als 21.000 Quadratmetern Warehouse- und Lagerfläche für Lebensmittel im Kühl- und Gefrierbereich ist es damit eines der größten skandinavischen Transport- und Speditionsunternehmen von temperaturregulierten Gütern in Europa.

www.nagel-group.com/dk

Headerbild: © fotolia - Miro Novak

Nagel Liller A/S – Distributionsleistungen in Dänemark

Im April 2017 startete das Joint Venture Nagel Liller A/S. Um die Position in Dänemark zu stärken und den dänischen Markt künftig noch besser zu bedienen, hat Nagel Danmark gemeinsam mit den Unternehmen Liller Trans A/S und KK Logistic A/S die Gesellschaft gegründet. Nagel Liller bietet den Kunden nationale Distributions- und Lagerlösungen in allen Temperaturbereichen an. Die Niederlassungen in Vejle, Struer, Odense und Bjæverskov haben insgesamt etwa 27.500 Quadratmeter Lagerkapazitäten.

www.nagel-liller.dk

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