Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein besseres Online-Erlebnis anbieten zu können. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies setzen. Zur Datenschutzerklärung Hinweis ausblenden

Voll vernetzt auf Wachstumspfad

Full Truck Load - Auf Power Lanes durch Europa

Komplettladungen bzw. Full Truck Loads (FTL) werden für die internationale Lebensmittelbranche immer wichtiger. Die Nagel-Group bemerkt in den vergangenen Jahren eine erhöhte Nachfrage. Verstärkt sich der Trend? Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich daraus?

Bei der Nagel-Group liegt die Konzentration im Full-Truck-Load-Segment auf ganzheitlichen Lösungen.

Die Distributionsstrukturen im europäischen Lebensmittelsektor ändern sich. Das Interesse an FTL steigt stetig. Der Handel erlebt in einem Langzeittrend eine Konzentration auf wenige große Anbieter. Ein paralleler Blick auf die Konsolidierung seitens der Hersteller lässt erahnen, welche Bündelungseffekte erwartungsgemäß entstehen werden. Aus logistischer Sicht bedeutet das, dass Sendungsgrößen im Rahmen der Anlieferung an Zentral- oder Regionallager des Handels tendenziell steigen.

Was versteht man unter FTL?

Während es im Stückguttransport darum geht, Sendungen verschiedener Auftraggeber zu bündeln und über mehrere Umschlaglager zum Empfänger zu befördern, wird beim FTL-Transport eine Ladung an einem Beladeort übernommen und auf direktem Wege zu meistens einem einzigen oder manchmal zwei bis drei Empfängern zugestellt. FTL-Leistungen eignen sich für unterschiedliche Produktgruppen der Lebensmittelbranche in allen Temperaturbereichen.

In der Nagel-Group wurden europaweit volumenstarke Routen definiert, sogenannte Power Lanes, die einen effizienten Transport von Komplettladungen unterstützen. Diese stark frequentierten Korridore verbinden in der Regel Produktionsstätten und Distributionslager untereinander.

Zum richtigen Zeitpunkt und zu marktgerechten Preisen

Bei der Nagel-Group liegt die Konzentration im Full-Truck-Load-Segment auf ganzheitlichen Lösungen. Es geht nicht nur darum, FTL zuverlässig anzubieten, sondern dem Kunden vielmehr Lösungen mit zusätzlichen Leistungen zu präsentieren. „Unser FTL-Segment zeichnet sich durch besondere Ergänzungen wie das Central Order Management (COM) oder den Control Tower aus. Unser Ziel ist es zudem, eine papierlose Abwicklung sowie bei Bedarf eine zentralisierte Abrechnung zu ermöglichen. Nach Möglichkeit wollen wir dem Kunden Unterstützung zur Optimierung der Logistikprozesse bieten“, berichtet Ben Klaassen, Manager European Full Truck Load. Entscheidend ist, dass die notwendigen Ladekapazitäten zum richtigen Zeitpunkt zu marktgerechten Preisen angeboten werden.

Auch wenn die Kostenfrage eine wichtige Rolle spielt, dürfen keine Abstriche bei der Qualität sowie der Individualität eines jeden Kunden gemacht werden. „Unsere Auswahlkriterien für FTL lauten Kosten, Service, Qualität und Nachhaltigkeit“, sagt Janko Hrebik, Transportmanager bei Mondelez. „Um den rechtzeitigen Transport von Produkten sicherzustellen, müssen wir uns auch schnell an den Transportbedarf von Rohstoffen und Halbfabrikaten zwischen unseren Fabriken und den firmenexternen Logistikern anpassen können. Das sorgt für eine zusätzliche Nachfrage nach mehr Kapazität bei unseren Logistikern.“

Die Nagel-Group nutzt vorzugsweise Doppelstockauflieger mit einer Ladekapazität von 66 Palettenstellplätzen – statt der 33 Stellplätze in einem Standard-Auflieger.

Ladekapazität von 66 Palettenstellplätzen

Bis zu 225.000 FTL-Ladungen bewegt die Nagel-Group im Jahr durch Europa. Dafür sind moderne und emissionsarme Sattelzugeinheiten unterwegs. Die Fahrzeuge zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus. So nutzt das Unternehmen vorzugsweise Doppelstockauflieger mit einer Ladekapazität von 66 Palettenstellplätzen – statt der 33 Stellplätze in einem Standard-Auflieger. Zusätzlich kommen auch Multitemp-Fahrzeuge oder Auflieger für hängendes Fleisch zum Einsatz.

Um einen schnellen und transparenten Informationsfluss zwischen den insgesamt acht FTL-Centern zu gewährleisten, setzt die Nagel-Group auf eine eigens hierfür entwickelte Programm. „Alle FTL-Center der Nagel-Group arbeiten mit derselben Software und sind dadurch untereinander vernetzt. So schaffen wir durch mehr Transparenz bessere Entscheidungsmöglichkeiten für unsere Disponenten. Davon profitiert auch der Kunde, indem wir schneller auf seine Anfragen reagieren und die passende Kapazitäten zur Verfügung stellen können“, erklärt Ben Klaassen. Kunden können außerdem genauere Informationen über den Status ihrer FTL-Ladungen erhalten und auf die für sie relevante Dokumente direkt zugreifen. Das schafft Transparenz und erhöht gleichzeitig das Vertrauen.

Schnelle Kommunikation in 15 Sprachen

Technik allein ist jedoch kein Erfolgsrezept. Die FTL-Lösungen der Nagel-Group setzen vor allem auf die Menschen, die tagtäglich mit Engagement und Kreativität für reibungslose Abläufe und die schnelle Lösung unerwarteter Herausforderungen sorgen. „Unsere FTL-Disponenten sind nah am Markt, sowohl auf der Absender als auch auf der Empfängerseite“, sagt Ben Klaassen. Hier ist nicht nur Kompetenz und Erfahrung entscheidend, auch die Chemie muss stimmen. In den FTL-Centern arbeiten Mitarbeiter aus ganz Europa, die mehr als 15 Sprachen abdecken. Diese Internationalität leistet einen wichtigen Beitrag zur schnellen und reibungslosen Kommunikation zwischen allen Beteiligten innerhalb der Transportkette.

Insbesondere Kunden, deren Produktionsstandorte in ganz Europa verteilt sind, möchten in der Regel einen zentralisierten Kontaktpunkt, um Kommunikationswege zu kürzen und zu vereinfachen. Ein sehr wichtiger Faktor ist somit die Gewährleistung einer proaktiven Kommunikation. Durch die FTL-Lösungen der Nagel-Group kann der Kunde bei Bedarf sofort sämtliche Informationen über den aktuellen Status seines Transportauftrags einsehen. Der Kerngedanke hinter einem solchen Konzept lautet: agieren statt reagieren. Vor allem für international agierende Kunden gewinnt dieses Konzept mehr und mehr an Bedeutung.

Von den Redakteuren empfohlen