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Süßwarenlogistik

Süßigkeiten bleiben Verkaufsschlager in Europa

Schokolade, Zuckerwatte, Speiseeis, Kaugummi oder feine Backwaren – all diese Lebensmittel zählen zum weiten Spektrum der Süßwaren. Welche Trends derzeit bei Jung und Alt beliebt sind und auf welche weiteren Einflüsse die Süßwarenbranche reagieren muss, erfahren die Besucher des 18. Internationalen Süßwaren-Kongress. Sweets Global Network veranstaltet den Kongress vom 22. bis 24. November im Berliner Ritz-Carlton Hotel.

Das Zusammenkommen von mehr als 500 Gästen aus Industrie, Handel, Zulieferbranche und Dienstleistungssektor widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Süßigkeiten im Spannungsfeld der Generationen“. Speziell der junge Verbraucher steht 2017 im Fokus. Denn dieser symbolisiert wie keine zweite Zielgruppe den sich wandelnden Menschen, der bedingt durch den technischen Fortschritt und die Digitalisierung immer neue Kauferlebnisse einfordert und damit bisherige unternehmerische Strukturen aufbricht. Die Auswirkungen dieser neuen Ansprüche und Verhaltensweisen betreffen das Marketing, die Führungskultur und die Situation im Handel. Veranstaltungsort des Kongresses ist Berlin.

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Exportweltmeister in der Süßwarenindustrie

Generell haben Süßwaren für Deutschland eine große Bedeutung – seit nun mehr 42 Jahren gilt Deutschland als Exportweltmeister der Süßwarenindustrie. „Der Export deutscher Süßwaren ist ein wichtiges Standbein für die Branche. Denn Umsatzwachstum kann fast nur noch im Ausland generiert werden. 80 Prozent des deutschen Gesamtexportes verteilen sich dabei auf Länder in der EU“, sagt Solveig Schneider, Pressesprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. (BDSI). Grund dafür sind die Vielzahl an Produzenten und ein günstiger Preis im europäischen Vergleich. Besonders Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Österreich und Polen importieren deutsche Süßwaren.

Laut Angaben des BDSI, in dem mehr als 200 Unternehmen organisiert sind, produzierten im vergangenen Jahr insgesamt 50.000 Beschäftigte in Deutschland mehr als 3,7 Millionen Tonnen der süßen Leckereien. Dies ergab ein Umsatzvolumen von circa 11,7 Milliarden Euro. Die deutsche Süßwarenbranche stellte allein mehr als eine Millionen Tonnen Schokoladenwaren her. Zum Vergleich: Nach Angaben der Gesellschaft Germany Trade & Invest produziert Polen jährlich rund 700.000 Tonnen Süßwaren. Die Tendenz im östlichen Nachbarland ist jedoch steigend, denn die polnischen Hersteller investieren, um Auslandmärkte zukünftig stärker beliefern zu können.

Europäischer Vergleich: Deutsche Süßwaren sind am günstigsten

Laut einer Umfrage des Forschungsinstituts Nielsen aus dem Jahr 2015 liegt der Verkaufspreis von Süßwaren in Deutschland europaweit am niedrigsten. In Norwegen sind Schokoladenwaren, Knabberartikel, Speiseeis und Co. rund 120 Prozent teurer. Zu diesem Ergebnis ist Sweets Global Network im Rahmen einer Untersuchung des europäischen Süßwarenmarktes gelangt. Doch auch in weiteren skandinavischen Staaten, der Schweiz und einigen Ländern in Osteuropa liegen die Preise für Süßes deutlich höher. Ähnlich preiswert sind Süßwaren lediglich in den Niederlanden.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass nach Angaben des BDSI jeder Deutsche pro Jahr mehr als 30 Kilogramm Süßwaren verzehrt. Zufolge des Informationsportals industrieller Lebensmittelverarbeitung lagen im vergangenen Jahr vor allem personalisierte Produkte im Trend. So erfreuten sich nach eigener Rezeptur zusammengestellte Müslis und Schokoladen sowie Pralinen mit aufgedrucktem Namen und diverse Produkte aus dem 3D-Drucker an besonderer Beliebtheit. Auch vegetarische und vegane Süßwaren sowie zuckerreduzierte oder sogar zuckerfreie Produkte stiegen weiter in der Gunst des Konsumenten.

„Die Verbraucher finden ein sehr breites Angebot an unterschiedlichsten Produkten, sodass sie ihre Ernährung nach individuellen Wünschen gestalten können. Bei allen Bemühungen um neue Rezepturen gilt jedoch weiterhin, dass letztendlich die Verbraucher entscheiden. Denn sie werden nur das kaufen, was ihnen auch schmeckt“, sagt Solveig Schneider. Allgemein gewann auch 2016 der Einsatz nachhaltig erzeugter Rohstoffe – wie beispielsweise Kakao – für die Produktion von Süßwaren weiter an Bedeutung.

Herausforderungen für die Logistik

Neue Kundenwünsche führen jedoch nicht nur zu Veränderungen in der Produktion. Auch die Logistik muss sich den Präferenzen des Kunden anpassen. Laut des Informationsportals industrieller Lebensmittelverarbeitung nimmt die Nachfrage nach einzeln verpackten Produkten in größeren Gebinden weiter zu. Die Verschiedenartigkeit der Produktverpackungen und ihre Beschaffenheit bergen besondere Herausforderungen für die Logistiker der Süßwarenbranche.

Als Lebensmittellogistiker wickelt die Nagel-Group unter anderem seit 2010 das Warehousing eines großen deutschen Süßwarenherstellers ab. Das Geschäft wird dabei durch hohe Saison- und Mengenschwankungen bestimmt. Für einen reibungslosen Betriebsablauf sind daher kurze Reaktionszeiten unerlässlich, denn es ist es keine Seltenheit, dass kurzfristig Sortimente neu angepasst werden müssen.

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18. Internationaler Süßwaren-Kongress 2017

Termin: 22.11.2017 - 24.11.2017

Thema: „Süßigkeiten im Spannungsfeld der Generationen“

Veranstalter: Sweets Global Network

Veranstaltungsort: The Ritz-Carlton Hotel, Berlin

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