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Lebensmittel richtig lagern

So nutzen Sie Ihren Kühlschrank optimal

Hersteller, Handel und Lebensmittellogistiker wie die Nagel-Group sorgen für eine ununterbrochene Kühlkette und sichern Frische und Haltbarkeit von Lebensmitteln bis in die Kühltheken. Nach der Supermarktkasse übernimmt der Konsument. Unsere Tipps zeigen, wie Sie gekühlte Lebensmittel auch zu Hause optimal lagern.

Sie kennen es sicherlich: Sie haben nur wenige Lebensmittel auf Ihrer Einkaufsliste stehen und verlassen den Supermarkt doch mit vollgepackten Taschen. Schon auf dem Weg nach Hause gibt es einiges zu beachten.

Ernährungswissenschaftler Harald Seitz vom aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V. empfiehlt, Einkäufe schon ab sieben Grad Celsius Außentemperatur in Isoliertaschen zu transportieren – die bietet fast jeder Supermarkt an. Denn ist die Kühlkette einmal unterbrochen, beeinträchtigt das die Haltbarkeit und Frische der Lebensmittel. Daher gilt Seitz zufolge: „Möglichst kurz und direkt nach dem Einkauf nach Hause und ab mit den Lebensmitteln in den Kühlschrank oder Tiefkühler.“ Doch wohin gehört was?

Lebensmittel Kühlschrank Lagerung
© aid

Gewusst wo: Alles hat seinen richtigen Platz im Kühlschrank

Obst und Gemüse gehören in das Gemüsefach – mag man meinen. Doch dies ist nicht bei allen Sorten so. Tomaten, Paprika, Zucchini und Südfrüchte wie Bananen und Ananas gehören nicht in den Kühlschrank, da sie sich verfärben, ihr Aroma verlieren oder schneller verderben. Äpfel und Blattgemüse hingegen sind im Gemüsefach gut aufgehoben. Dort herrscht eine Temperatur von fünf bis acht Grad Celsius. Äpfel sollten Sie unverpackt oder in Folie mit Löchern lagern, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Andere Früchte sollten in einer offenen Plastiktüte ihren Platz im Kühlschrank bekommen, damit sie nicht austrocknen. Falls Sie bestimmte Obst- und Gemüsesorten nicht getrennt voneinander lagern, kann das den gegenseitigen Reifeprozess beeinflussen: Wirsing verfärbt sich neben Äpfeln beispielsweise gelb – Avocados und Kiwis reifen schneller nach. Diesen Effekt können Sie bewusst einsetzen oder aber verhindern, indem Sie die Äpfel in Folienbeuteln mit Luftlöchern lagern.

Nicht überall im Kühlschrank herrscht die gleiche Temperatur

Das Fach über dem Gemüse bietet die ideale Möglichkeit, leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch zu kühlen. Dort ist es am kältesten: zwischen zwei und vier Grad Celsius. In den beiden oberen Fächern liegen die Temperaturen bei bis zu sieben Grad Celsius. Dort können Sie gegarte Speisen und Milchprodukte besonders gut aufbewahren, da diese nicht so stark gekühlt werden müssen.

Tatsächlich liegt im Kühlschrank ein Temperaturunterschied von bis zu acht Grad Celsius vor. Am wärmsten ist es an der Tür, dort herrschen Temperaturen von bis zu zehn Grad Celsius – die Kühlschranktür ist damit perfekt für die Lagerung von Getränken, Eiern, Senf, Konfitüre, Ketchup, Butter und Marmelade. Bei Kühlschränken der neuesten Generation sind die Temperaturunterschiede allerdings oft geringer.

Diese erforderliche Ordnung nicht zu beachten, zählt laut Seitz zu den größten Fehlern bei der Lagerung der Lebensmittel. Neben der Unordnung stellt auch die Überladung ein Problem dar: Wenn Sie zu viele Nahrungsmittel auf zu engem Raum im Kühlschrank aufbewahren, kann die kalte Luft nicht mehr zwischen den Produkten zirkulieren und so auch keine ausreichende Kühlung stattfinden.

Hilfreiche Tipps zur richtigen Lagerung

Außerdem ist es ratsam, die Lebensmittel nicht nur nach verschiedenen Temperaturbereichen, sondern auch nach Warengruppen zu trennen. Denn sie weisen oftmals dieselben Anforderungen an die Lagerdauer und -temperatur auf. Für einen besseren Überblick ist es auch hilfreich, ältere Lebensmittel nach vorne und frischere nach hinten zu stellen.

Den Kühlschrank sollten Sie einmal im Monat mit warmem Wasser und Allzweckreiniger oder Spülmittel säubern. Verschüttete oder verkrustete Reste sind ein idealer Nährboden für Bakterien. Füllen Sie Inhalte aus Blechkonserven in verschließbare Gefäße um. So beugen Sie vor, dass die Nahrungsmittel austrocknen, ihren Geruch verändern und verschimmeln.

Um Geld zu sparen und gleichzeitig auch umweltbewusster zu handeln, sollten Sie vermeiden, frisch gekochte und damit noch warme Speisen direkt in den Kühlschrank zu stellen. Dadurch steigen die Temperatur des Kühlschranks, der Energieverbrauch und somit auch die Stromkosten. Im Fall eines Stromausfalls sollten Sie die Lebensmittel im Kühlschrank lassen, da die Restkälte einige Stunden anhält. „Bei Tiefkühlware kann man auch zur Not ein paar Packungen Eiswürfel kaufen und sie um die Ware verteilen“, rät Seitz.

Wer diese Tipps beherzigt und seinen Kühlschrank richtig einräumt, verlängert die Haltbarkeit der Lebensmittel, spart Geld und tut zudem auch noch der Umwelt etwas Gutes.

Der Kühlschrank der Zukunft: kommunikativ und smart

Der Kühlschrank und das Gefrierfach sorgen für den größten Stromverbrauch im Haushalt. Daher arbeiten die Hersteller kontinuierlich an energiesparenden Maßnahmen. Ein zehn Jahre alter Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A verbraucht bis zu 60 Prozent mehr Strom als ein modernes Gerät der Klasse A+++.

Neben dem technischen Fortschritt arbeiten die Hersteller auch an smarten Kühlschränken, die über eine Internetverbindung verfügen und mit den Verbrauchern kommunizieren können. Sie informieren über den Bestand, bestellen fehlende Lebensmittel nach und bieten Rezepttipps an. Diese modernen Kühlschränke sind bereits auf dem Markt, aber vergleichsweise recht teuer. Doch in einigen Jahren könnte sich der smarte Kühlschrank auf dem Markt zum Standard entwickeln.

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