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Warum Berufskraftfahrer für die Nagel-Group so wichtig sind

Berufskraftfahrer: Liefern aus Leidenschaft

Tag für Tag repräsentieren sie die Nagel-Group auf den Straßen und beim Kunden. Sie sind das Bindeglied zum Unternehmen und existenzieller Bestandteil zugleich. Ohne ihre Berufskraftfahrer könnte die Nagel-Group nicht täglich europaweit Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

Es ist fünf Uhr morgens. Benjamin Rossow sortiert die Frachtpapiere und plant seine Route für den Tag. Er ist Berufskraftfahrer im Nahverkehr in der Niederlassung Osterrönfeld der Nagel- Group. Nachdem er den Lkw mit der Ware beladen hat, startet er mit seinem 16-Tonner die Tour zum ersten Kunden.

„Unsere Berufskraftfahrer sind das Rückgrat des Unternehmens“, sagt Raik Spengler, Leiter der Fahrer-Akademie der Nagel-Group. „Sie sind quasi die Key-Account-Manager, die den Kunden am häufigsten im Jahr sehen. Sie haben das Ohr am Kunden.“

Berufskraftfahrer müssen ein hohes Verantwortungsbewusstsein besitzen, sowohl für die Ladung als auch für die Lkw, die sie tagtäglich sicher durch den Straßenverkehr bewegen. Außerdem müssen sie die komplexe Fahrzeugtechnik beherrschen, situativ handeln können und kommunikativ sein – im Team und gegenüber den Kunden. Haben Berufskraftfahrer ihre feste Route, entsteht im Laufe der Jahre eine Vertrauensbasis zum Kunden. „Diese erwarten von mir, dass ich pünktlich und zuverlässig bin“, sagt Czeslaw Bruhn, der seit 17 Jahren Berufskraftfahrer in der Niederlassung Hannover der Nagel- Group ist und im Laufe der Zeit sein eigenes Netz an Kontakten aufgebaut hat. Seine Kunden wissen ihn zu schätzen – und vertrauen ihm

Zufriedenheit stärken

Genauso wichtig wie die Kundenzufriedenheit ist für die Nagel-Group die Zufriedenheit ihrer Berufskraftfahrer. Dieses Kriterium ist grundlegend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Ulrike Mix, geschäftsführende Gesellschafterin der LIMES Solutions GmbH: „Fühlen sich die Mitarbeiter wohl, gibt es für sie keinen Grund, das Unternehmen zu wechseln. Wichtige Aspekte sind in diesem Zusammenhang nicht nur monetäre Anreize, sondern Wertschätzung, funktionierende Arbeitsmittel und ein gutes Betriebsklima. Gerade aufgrund des Fachkräftemangels ist die Wertschätzung der Fahrer enorm wichtig.“

Die LIMES Solutions GmbH unterstützt die Nagel-Group seit über einem Jahr erfolgreich bei der bundesweiten Rekrutierung von Berufskraftfahrern und weiteren Fachkräften. Dank des digitalen Rundum-Services kann der Einstellungsprozess in den Niederlassungen der Nagel-Group auf eine Woche oder weniger verkürzt werden.

Freude am Fahren

„Wir sind diejenigen, die die Lebensmittel in die Märkte bringen. Ohne uns würde in den Supermärkten Notstand herrschen“, sagt Rossow. Das schlechte Image der Lkw-Fahrer bekommt auch er im Tagesgeschäft zu spüren – trotzdem ist er Berufskraftfahrer aus Leidenschaft. Die Freude am Fahren und die gelebte Freiheit begeistern viele Fahrer; jeden Tag neue Orte und neue Gesichter sowie selbstständiges Arbeiten machen die Tätigkeit attraktiv. „Der Beruf ist abwechslungsreich, die Kollegen sind sehr nett und wir tragen eine große Verantwortung.“ Schließlich funktioniert das Wirtschaftssystem nur dann, wenn Rohstoffe und Waren dorthin gebracht werden, wo sie gebraucht werden. Berufskraftfahrer leisten einen erheblichen Beitrag, um diese Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Raik Spengler: „In der Bevölkerung gibt es das relativ weit verbreitete Vorurteil, dass Berufskraftfahrer in erster Linie nur von A nach B fahren. Dass sie dabei aber vielfältigen Anforderungen und Herausforderungen gerecht werden müssen, sehen viele nicht.“ Und das Aufgabenspektrum wird seit Jahren immer größer und komplexer.

Mehr Verkehr, mehr Aufgaben

Durch die Digitalisierung haben sich die Prozesse in den vergangenen Jahren verändert – das hat Vor- und Nachteile. Die digitale Vernetzung vereinfacht beispielsweise einige Aufgaben. So hat sich der Verwaltungsaufwand verringert und die Verarbeitung von Daten und Informationen ist schneller und transparenter geworden. „Vor allem jüngere Mitarbeiter erwarten, dass sie gut vernetzt sind und technische Arbeitsmittel erhalten, die ihnen Papierkram abnehmen. Viele möchten auch eine engere Kommunikation mit ihren Kollegen und Vorgesetzen, was dank der Digitalisierung immer leichter wird“, sagt Mix.

Berufskraftfahrer Benjamin Rossow hat mittlerweile die Waren beim ersten Kunden abgeladen und macht sich nun auf den Weg zum nächsten Kunden. Die digitale Fahrerkarte dokumentiert seinen Fahrweg sowie seine Fahr- und Standzeiten genau. Für den Fahrer bedeutet das weniger Schreibarbeit.
Die Digitalisierung habe aber auch Nachteile, sagt Rossow. Durch die punktgenaue Planung und Kontrolle des Fahrwegs habe sich beispielsweise der Zeitdruck erhöht. Zudem müssen Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden, was aufgrund von zu wenigen Lkw-Stellplätzen an den Raststätten ebenfalls zu Problemen führt. Gepaart mit dem zunehmenden Verkehrsaufkommen auf den Straßen und dem Mangel an jungen, gut ausgebildeten Fachkräften ist der Stressfaktor für Berufskraftfahrer immer weiter gestiegen.

Nachwuchskräfte fehlen

Während in den kommenden Jahren etliche Fahrer in den Ruhestand gehen, kommen kaum neue Fachkräfte nach: 150.000 Berufskraftfahrer werden der Bundesrepublik laut der DEKRA in den kommenden zehn Jahren fehlen. Fast jeder zehnte Fahrer geht in Rente. „Das ständig steigende Güterwachstum und die demographischen Herausforderungen verlangen Logistikunternehmen aktuell und in der Zukunft immense Ressourcen im Bewerbermanagement ab: Jährlich müssen deutschlandweit mehr als 20.000 neue Berufskraftfahrer eingestellt werden, um die Anforderungen im Güterverkehr bewältigen zu können“, sagt Mix. Neben dem altersbedingten Ausstieg und der Ausbildung neuer Kraftfahrer zeige sich mit der steigenden Fluktuation innerhalb der Logistik-Branche ein weiteres Problem: Viele Berufskraftfahrer würden ihren Arbeitgeber oft binnen kurzer Zeit wechseln und erschwerten somit den Aufbau einer stabilen Personaldecke.

Um Mitarbeiter zu binden, ist es in Zeiten des Wandels wichtig, Möglichkeiten zur Weiterbildung anzubieten – gerade für langjährige Berufskraftfahrer wie Czeslaw Bruhn, die den Veränderungsprozess im Laufe der Berufsjahre unmittelbar erlebt haben. Aber auch hier hat die Digitalisierung bereits Einzug gehalten: So ist es laut Spengler längst nicht mehr zwingend notwendig, für eine Weiterbildung direkt vor Ort zu sein. Die Inhalte können einfach online vermittelt werden. Des Weiteren baut die Nagel-Group derzeit in Deutschland eine eigene Fahrer-Akademie auf. Diese kümmert sich in allen Phasen um die Fahrer des Unternehmens – von der Einstellung über den Arbeitseinstieg bis hin zur Aus und Weiterbildung, Betreuung und Nachsorge. Beim Einstieg ins Unternehmen schafft die Nagel-Group derzeit beispielsweise eine zentrale Einarbeitung für ihre Berufskraftfahrer. Diese soll schrittweise in einer praxisnahen Testumgebung stattfinden. So bekommen kaufmännische und gewerbliche Mitarbeiter dieselbe Zeit der Einarbeitung. „Jeder soll sich erst einmal mit der Nagel-Group und ihrer DNA vertraut machen. So wollen wir die Stärken der Nagel-Group weiter bekanntmachen und ausbauen“, sagt Spengler.

Zukunftssichere Ausbildung

Um auch junge Fahrer für den Beruf zu gewinnen und dem Fahrermangel entgegenzuwirken, bietet die Nagel- Group eine hochwertige Ausbildung an. Der Lebensmittellogistiker bildet Nachwuchskräfte innerhalb von drei Jahren zu Berufskraftfahrern aus und achtet dabei besonders darauf, hohe qualitative Standards einzuhalten. Die europaweite Konzernstruktur ermöglicht vielfältige Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig müsse man laut Mix aber auch beachten, dass in der jüngeren Gesellschaft ein signifikanter Wertewandel stattfindet. So verlagert sich bei vielen die persönliche Entfaltung vom Beruflichen ins Private. Die Erwartung junger Fahrer, feste und geregelte Arbeitszeiten sowie eine hohe Lebensqualität zu haben, passe nicht immer in das Tagesgeschäft vieler Unternehmen. Es sei wichtig, dass Unternehmen dies akzeptieren und in der Organisation darauf reagieren.
Gleichzeitig sei der Nachwuchs eine enorme Chance für die Unternehmen: „Die jungen Mitarbeiter sind in der digitalen Welt aufgewachsen und bewegen sich darin völlig selbstverständlich. Sie werden für Unternehmen auf ihrem Weg in die Digitalisierung eine große Unterstützung sein.“

In der Nagel-Group haben Berufskraftfahrer traditionell einen hohen Stellenwert. Auch in Zukunft wird der Lebensmittellogistiker daran arbeiten, den gegenseitigen Austausch weiter auszubauen. „Wir möchten gemeinsam mit unseren Berufskraftfahrern überlegen, wo und wie wir etwas zu ihren Gunsten verändern können“, sagt Spengler. Außerdem sollen die individuellen Bedürfnisse der Fahrer, beispielsweise ob sie im Nah- oder Fernverkehr tätig sein möchten, künftig noch stärker berücksichtigt und fahrerfreundliche Konzepte dafür erarbeitet werden. Das ist der Grund, warum Czeslaw Bruhn mit seinem Beruf zufrieden ist: „Wenn mir etwas auf dem Herzen liegt, kann ich mit meinem Chef darüber reden und wir finden gemeinsam eine Lösung.“

Im Dialog mit den Fahrern

Schon jetzt entwickelt die Nagel-Group flexible Schicht- und individuelle Arbeitszeitmodelle. So soll es jedem Fahrer möglich sein, häufig zu Hause zu übernachten. Durch familienfreundliche Lösungen sollen die Fahrer eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit finden können. Zeitgleich arbeitet das Unternehmen daran, die vielen neuen Anforderungen an die Fahrer zu strukturieren und zu vereinfachen. Dazu zählt beispielsweise das Verringern von Standzeiten, damit sich die Fahrer wieder vermehrt auf das Wesentliche ihrer Arbeit konzentrieren können: das Fahren. Denn: Nicht alles darf in das Aufgabenfeld der Berufskraftfahrer wie Benjamin Rossow geschoben werden. Mittlerweile ist es Nachmittag. Rossow ist auf dem Rückweg seiner Tagesroute und kann – entgegen aller Vorurteile – den Rest des Tages mit seiner Familie verbringen.

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